Rechtsschutz für Streitigkeiten aus Versicherungsverträgen

Ein Kunde schließt eine Feuerversicherung ab. Den Abschluss dieser Versicherung tätigt ein Versicherungsagent, der ausschließlich mit einer Versicherungsgesellschaft zusammenarbeitet. Gleichzeitig wird auch eine Rechtsschutzversicherung mit demselben Versicherungsagenten und demselben Versicherer abgeschlossen. Aufgrund eines Schadenereignisses kommt es zu massiven Problemen mit der Versicherungsgesellschaft, da diese den Schaden in nicht ausreichender Höhe entschädigen will. Die Differenzen liegen im 6-stelligen Bereich, konkret in der Größenordnung von EUR 200.000,--. Es ist also eine existentielle Frage für den Geschädigten geworden und so meint er, vertrauend auf die ebenso abgeschlossene Rechtsschutzversicherung, dass diese ihn in diesem Fall zu unterstützen hat. Weit gefehlt! Als der Geschädigte sich entsprechende Deckung zur Führung des Rechtsstreites einholen wollte, wähnte er sich auf einem anderen Planeten, da ihm die Rechtsschutzversicherung nicht nur Deckung darum verweigerte, weil Versicherungsstreitigkeiten ausgeschlossen seien, sondern darüberhinaus sich auch noch das Recht anmaßte, gar im Vorhinein schon eine Beurteilung vorwegzunehmen, ob die Führung dieses Rechtsstreites überhaupt von Erfolg beschieden sein könnte. Auch aus diesem Grund lehnte der Versicherer ab. Leider war in diesem Falle der Geschädigte, zumindest was die Rechtsschutzdeckung anlangte, im Nachteil, lässt sich daraus aber konkret doch der unbedingt wichtige Hinweis anbringen, dass zum Einen empfehlenswert ist, entsprechende Spezialisten mit dem Abschluss der Rechtsschutzversicherung zu beauftragen und auf jeden Fall darauf zu achten, dass der in den Bedingungen standardgemäß formulierte Ausschluss, dass Streitigkeiten aus Versicherungsverträgen nicht mitgedeckt sind, wieder mit eingeschlossen wird mittels einer Zusatzvereinbarung. Recht haben heißt eben nicht immer auch Recht bekommen!Justitiakl