Naturkatastrophen


Heftige Unwetter im Mai mit extremem Starkregen haben wieder das Thema der Naturkatastrophen ins Blickfeld gerückt. Allein von der Anzahl sind in Österreich in den vergangenen 14 Jahren etwa 4 Millionen Schäden entstanden, die auf Naturkatastrophen zurückzuführen sind. Immerhin: im Schnitt rund 800 Schäden pro Tag. Ob ein Einfamilienhaus am Land, ein Betriebsgebäude im Gewerbegebiet oder ein Mehrparteienhaus in der Stadt – heimische Bauwerke sind unterschiedlichsten Naturgewalten, wie zum Beispiel Sturm, Hagel oder Hochwasser tagtäglich ausgesetzt. Ein plötzliches Hochwasser richtet innerhalb kürzester Zeit so hohe Schäden an, dass es fast ans Unglaubliche grenzt. Österreich ist aufgrund seiner geographischen Lage und den damit einhergehenden Wetterverhältnissen in keinem Monat einer Naturgefahr nicht ausgesetzt. Die häufigsten Schäden werden durch Stürme verursacht, gefolgt von Hochwasser, Hagel und Schäden durch Schneedruck. Am meisten Schäden werden im Monat Juli gemeldet, gefolgt von Jänner und auf Platz drei in der Hitliste rangiert der Juni. Die Tendenz für die Zukunft ist steigend, einerseits verursacht durch Klimawandel, aber auch andere Faktoren, wie die zunehmende Inanspruchnahme vom gefährdeten Flächen. Natürlich steigt dabei auch die Intensität von Unwettern, wodurch eine Erhöhung des Schadenausmaßes zu befürchten ist. Durch immer größere Energie- und Feuchtigkeitsaufnahmebereitschaft der Atmosphäre – eine Zunahme um 2 Grad bedeutet um 20 % mehr maximalen Wassergehalt in der Luft – ist mit weiterem Verstärken von Hagel und Gewittern zu rechnen.