Unfall mit LKW und grobe Fahrlässigkeit beschäftigen den OGH

Einen Unfall verursachte ein Fahrer eines Lastkraftwagens und stellte sich heraus, dass grob schuldhaftes Verhalten des Fahrers die Ursache war. Die gesetzliche Unfallversicherung AUVA wollte nicht zahlen und berief sich darauf, dass der Fahrer dann den Unfall durch sein grob schuldhaftes Verhalten verursacht hat. Der OGH stellte nun klar, dass bei einer allein nur betrieblichen Zwecken dienenden Tätigkeit der Versicherungsschutz selbst dann zu bejahen ist, wenn der Versicherte besonders grob fahrlässig gehandelt hat und damit die Gefahr selbst geschaffen hat. Wesentliches Kriterium für dieses Urteil war, dass die versicherte Tätigkeit und betriebsnahe Motive den erforderlichen inneren Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit darstellt.