Wer seinen Versicherer falsch informiert (anlügt), verliert Versicherungsschutz?

Ein unlängst ergangenes OGH-Urteil bestätigt eigentlich gängige Praxis. Eine Versicherungsnehmerin kam mit ihrem Fahrzeug von der Straße ab und überschlug sich in weiterer Folge, sodass beim Fahrzeug ein Totalschaden entstand. Zum Zeitpunkt des Unfalles war die Lenkerin nicht alkoholisiert, nahm aber danach Alkohol zu sich. Zwar viel der Alko-Test positiv aus und wurde die Lenkerin bei der zuständigen Behörde angezeigt, schlussendlich aber das Verwaltungsstrafverfahren und das eingeleitete Führerscheinentzugsverfahren letztendlich eingestellt.
Um Schwierigkeiten bei der Schadenabwicklung aus dem Weg zu gehen, wurde die Polizeiintervention und die (nachträglich eingetretene) Alkoholisierung verschwiegen. Trotzdem erfuhr der Versicherer davon und lehnte die Leistung ab. Die von der Versicherungsnehmerin in allen Instanzen durchjudizierte Klage wurde auch vom OGH abgewiesen.
Fazit aus der Sache ist: wer seinen Versicherer belügt, verwirkt den Anspruch auf Leistung.