Sind Insektenstiche in der Unfallversicherung mitgedeckt?

In den Unfallversicherungen sind oft durch zusätzliche Erweiterungen auch Folgen der Insektenstiche mitgedeckt. Die genaue Deckung ist im Einzelfall dem Vertrag (Polizze) und den zugehörigen Versicherungsbedingungen zu entnehmen. Allerdings hat der OGH in seiner neuesten Entscheidung festgestellt, dass ein allergischer Schock nach einem Wespenstich zwar ein Unfall im Sinne der Begriffe sei, aber die Versicherung für die Folgen nicht zu haften hat. Eine wesentliche Aussage des OGH-Urteiles war, dass im strittigen Fall der Wespenstich zu einer extremen allergischen Reaktion des Versicherten führte, nämlich zu einem anaphylaktischen Schock, der eine Unverträglichkeit auf Wespengift voraussetzt. Der Versicherte war hochallergisch gegen diese Art von Insektengift, was ihm aber unbekannt war. Die vom Versicherer abgelehnte Deckung begründete dieser darauf, dass der Tod des Versicherten nicht auf einen Unfall, sondern nur wegen seiner spezifischen körperlichen Verfassung, nämlich seiner Allgerie, eingetreten sei. Die Deckungsklage der Erben blieb in allen Instanzen erfolglos. Da die Mitwirkung der vorhandenen Unverträglichkeit durch Wespengift an den Unfallfolgen 100 % betragen hat, war der OGH der Ansicht, dass den Klägern die begehrten Versicherungsleistungen nicht zustehen.